Runner´s High in Rodgau mit dem neuen On Cloudflow

Ultracool und ultraleicht – das war Rodgau 2017. Das neue Laufjahr hat gerade erst begonnen und hat bereits einen Höhepunkt zu verzeichnen. Die Ultralaufszene versammelte sich im hessischen Rodgau, um in ausgelassener Stimmung eine 5km Runde nach der anderen in den teils asphaltierten, schottrigen und waldigen Boden zu brennen. Am Ende standen dann bei den Teilnehmern bis zu 50km auf der Uhr. Für mich war es die 2. Teilnahme in Folge an dieser liebevoll ausgerichteten Veranstaltung – und soviel sei vorweg genommen, sicherlich nicht die Letzte. In diesem Jahr lief einiges anders. Ich reiste nicht alleine an, sondern schon am Vortag mit zwei Buddies aus meiner TRRCRW,  Schluppenchris und lexusburn. Wir hatten einen tollen Vorabend mit vielen Gleichgesinnten beim Pasta Essen vom #twitterlauftreff. Es wird mir unmöglich sein alle Lauffreunde aufzuzählen, die ich an diesem Wochenende getroffen oder kennengelernt habe. Aber jeder einzelne zauberte mir Freude ins Gesicht. Diese Laufszene ist so unglaublich sympathisch.

Die Schuhfrage

Fast eine Kopie vom letzten Jahr war das Wetter. Wir hatten den gesamten Tag herrlichsten Sonnenschein, lediglich die Tiefkühltemperaturen gerade in den Morgenstunden unterschieden sich zu den etwas milderen Temperaturen des Vorjahres. Und die Auswahl meines Laufschuhs war fast eine Kopie. Lief ich 2016 meine Ultrapremiere in Rodgau noch mit dem On Cloudflyer, so entschied ich mich in diesem Jahr für das brandneue Model aus der Schweizer Laufschuhschmiede, den On Cloudflow. 

Auch wenn ich beim Cloudflyer die Problematik der sich zwischen den Clouds verklemmenden Steine bemängelt hatte, entschied ich mich erneut für eine ähnliche Sohle. Der Grund ist sehr trivial und schnell erklärt: Ich liebe das Laufen in diesen Schuhen. Ausserdem trug mich der Cloudflyer, abgesehen von den “Steinproblemchen”, sehr souverän durch meinen ersten Ultra.

Den neuen Cloudflow lief ich in der Vorbereitung für Rodgau ca. 160km. Ich wusste also worauf ich mich einlasse. Aber würde ich das vom Hersteller versprochene Runner´s High erleben ?

Der Start

Shakehands, Selfies und lockeres Plaudern vor dem Start und dann ging es ab. Was ebenfalls anders lief in diesem Jahr – ich lief keinen Meter der 50km alleine. Ich startete in Begleitung von Frederic und Rene, wir begannen flott, ehe mich nach einigen Kilometern Michael von hinten auf die Schulter klopfte. Ich hatte Michael im vergangenen Jahr in Rodgau während des Ultralauf kennengelernt und mit ihm 2/3 der Strecke absolviert. Wir hatten uns seitdem nicht wieder geschrieben, geschweige denn uns wiedergesehen. Und nun war alles wieder wie vor einem Jahr. Frederic und Rene hatten sich mittlerweile abgesetzt und es ergab sich, daß ich mich Michael und seinem Laufbuddy Thomas anschloß. Wir liefen von Beginn an auf der selben Welle, pendelten uns bei einer Pace von 05.30min/km ein. Zeitverluste durch die Verpflegung holten wir auf den folgenden 5km wieder auf. Wir hatten viel Zeit zum Quatschen und auch die nötige Luft dazu. Die Kilometer purzelten nur so dahin. Wir wechselten uns in der Führungsarbeit regelrecht ab. Denn mit zunehmender Kilometerzahl bekam jeder von uns mal eine kleinere Krise, in der es gut tat, einfach mal hinter den anderen Beiden herzulaufen. Mein “Steinproblemchen” holte mich einmal ein. Es hatte sich ein mittlerer Stein zwischen den Clouds festgesetzt, zudem ein paar kleine Kiesel im Schuh. Ich nutzte den Verpflegungspunkt um alles wieder zu richten und weiter ging es.

Der Wohlfühlfaktor war überragend. Es gab keine Druckschmerzen oder sonstige Beeinträchtigungen – dafür aber ein agiles Gefühl wenn ich mal eine kleine Lücke schließen musste. Einen Anflug vom Runner´s High erlebte ich, als ich die Führungsarbeit übernahm. Wie im Tunnel merkte ich, daß ich ungewollt schneller wurde, eigentlich fatal bei den noch zu absolvierenden Kilometern. Aber unglaublich, daß dies noch möglich war. Traditionell wurde es dann auf den letzten 10 Kilometern doch schwer. Wir hielten zwar in etwa unser Tempo, aber die Gespräche verstummten nahezu komplett. Wir 3 kämpften, jeder für sich und doch alle 3 zusammen. Glücklich kamen wir ins Ziel und am Ende stand auf der Uhr 04:41:22 Std. Das war ca. 11 Minuten schneller gegenüber 2016. Und wieder Shakehands, Fotos und adrenalingetränkte Gespräche über die individuellen Erlebnisse und Eindrücke der verschiedenen Läufer. Es war wiedermal ein toller Lauf, der vor allem durch die Teilnehmer, die Organisatoren und ehrenamtlichen Helfer zu dem wurde, was er war. Wie auch im vergangenen Jahr behielt ich meine On auch auf dem Nachhauseweg an. Es hätte keinen Grund gegeben sie auszuziehen. Es gibt auch keinen Grund sie nicht wieder auf eine solche Strecke zu schicken.

Hier die Fakten zum On Cloudflow:

Die markante Sohle besteht aus  18 Cloudelementen, mehr als bei jedem anderen On-Schuh. Das Obermaterial ist unglaublich hochwertig und schön verarbeitet. Und es versucht gleichermaßen Halt und Atmungsaktivität in höchstem Maße gerecht zu werden. Das eigentliche Feature aber ist das patentierte Speedboard mit reaktivem Flex und Vorspannung. Es sorgt für den explosiven Abstoß und verspricht uns Läufern den direkten Draht zum Runner´s High.

Zielgruppe : Läufer, die einen leichten und reaktiven Performance-Schuh suchen.

Der Cloudflow wurde gerade im Februar 2017 von Experten auf der weltweit größten Sportartikelmesse, der ISPO, mit Gold in der Kategorie “Bester Performance Schuh” ausgezeichnet. Dies unterstreicht auch meine gemachten Erfahrungen deutlich.

 

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5 Kommentare

  • Ich wollte eigentlich nicht laufen, zu kalt, aber der Podcast war da und los.
    Grade warm und schon wieder Ende, gut das es noch Prime Musik gibt😀
    Glückwunsch zu deinen Lauf nochmal.
    So jetzt eigentlich warum ich schreibe, Werbung nein wenn es um Betten Schränke und Fernseher oder so geht. Werbung auf der Homepage lass ich mir gefallen wenn es mit laufen zu tun hat. In deiner Sendung gehört keine extra Werbung, Deine Erklärung zum Schuh der Sohle oder andere Sachen ( Fenix etc.) gehören ja zum Thema und dann ist keine extra Werbung.
    Ansonsten werd ich diesen Amazon Link Benutzen …
    👍Camping Wohnwagen Holland Laufen und Thomas sein Podcast ( ja auch die anderen Podcast)… ach was ist die Woche doch schön…..😍

    Gruß an all Läufer
    Michael

  • Um die Marke On schleiche ich schon eine Weile herum, aber sie sind sehr teuer. Den Cloudflyer habe ich 2x anprobiert und jedesmal auf dem Fußrücken Schmerzen gehabt. Aber gestern habe ich den Cloud probiert und war begeistert. Leider laufe ich immer noch Ferse und könnte den Schuh höchstens für bis zu 10 Km anziehen, Aber den Cloudflow will ich auch ausprobieren, denn für den Yorkshire Marathon brauche ich sicher neue Schuhe. Meine Salomon werden den Hannover Marathon und evtl. ein weiteres 10-Km-Rennen überstehen und dann brauchen sie wohl ein Partnerpaar. Die Salomon Sonic pro haben übrigens auch das Steinchenproblem auch bei weniger Profil der Sohle.

    • Hallo Tina, die Schmerzen auf dem Fußrücken hatte ich früher auch mal bei diversen Schuhen. Seitdem ich Schuhe extrem locker binde (ich kann geschnürt rein und rausschlüpfen) habe ich diese Probleme nicht mehr. Der Cloudflow ist wirklich klasse. Trage ihn auch in der Freizeit total gerne. Aber – jeder Läufer hat ja andere Füße, von daher kann man da sicher nicht für alle Läufer ein Urteil sprechen. Probieren geht wirklich über studieren 😉 VG Thomas

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