Testbericht Hoka One One Clayton

Hoka One One Clayton – Nachnominiert und direkt in die Startformation

Er kam sah und siegte, auf ganzer Linie.

Wer meinen Blog bzw. Podcast verfolgt wird wissen, daß ich nach meiner Ultra-Premiere im Januar die Umfänge meiner Läufe und Wettkämpfe reduziert habe und in der ersten Jahreshälfte nur ein offizieller Wettkampf anstehen würde, der Vivawest-Halbmarathon in meiner Heimatstadt. Und wer auch meine Testberichte verfolgt wird wissen, daß die Wahl der Laufschuhe eigentlich schon feststand.

Anfang Mai, also 3 Wochen vor dem Halbmarathon, kam dann aus dem Hause Hoka One One der neue Clayton ins Haus und drängte sich gleich auf, um in der Liga der schnellen Renner ordentlich mitzumischen. Einen ersten Erfolg erzielte er schon dadurch, daß ich mich entschied ihn mit auf die Reise ins “Trainingslager” an den Shannon River in Irland zu nehmen.IMG_0178 Die ersten Eindrücke waren fantastisch. Selten zuvor haben sich meine Füße gleich so wohl gefühlt, das Laufgefühl: Schnell, federleicht und dazu noch optisch on Top. Nicht von ungefähr kam es, daß ich voller Freude einen der ersten Läufe mit dem Clayton, noch vor meiner Irland Tour, in einem Facebook-Livevideo teilen musste. Schon nach einigen Läufen und Kilometern hatte es der Clayton geschafft sich in die Startformation des Vivawest-Halbmarathon zu spielen und verdrängte einen bis dahin fest gesetzten Mitbewerber. Optisch gefällt er mir mit seinem quitschgelben Design so gut, daß ich ihn selbst bei der Startunterlagenabholung am Tage zuvor zur Jeans-Hose trug.

Der erste Wettkampf mit dem Clayton
Vivawest_Profil_2016

Vivawest Halbmarathon mit dem Clayton

Geplant war es, eine neue persönliche Bestzeit auf der Halbmarathon-Distanz aufzustellen. Dies gelang mir leider nicht, was aber nicht dem neuen Schuh anzulasten war. Vielmehr hatten wir an diesem Tag in Gelsenkirchen einen sehr schwülwarmen Tag, der Bestzeiten im Allgemeinen nicht zuließ. Europameister Jan Fitschen erklärte später: “Bei dem Wetter und der Strecke darf jeder 10 Minuten abziehen. Dann hat man, was die Zeit wirklich wert ist”. Wenn ich das auf die halbe Distanz runterbreche, bin ich im Bereich einer neuen PB gelaufen. Viel wichtiger war aber die Erkenntnis, daß ich für mich einen neuen Lieblingschuh auf der Distanz bis 21km gefunden habe, wobei ich mir sicher bin, daß er mich auch perfekt über die gesamten 42,195km getragen hätte.

Its time to fly

Nun zu den Fakten: Der Hoka One One Clayton wurde als Laufschuh entwickelt, der Speed mit Dämpfung verbindet. Das ist auch mein erster Eindruck gewesen. Unterstrichen wird das Gefühl vom extrem geringen Gewicht von nur 239 Gramm (selbst ermittelt bei Schuhgröße 44) und einer Sprengung von nur 4mm. Besonders auffällig hierbei der minimalistische und leichte Aufbau am Schaft, der aber trotzdem beim Laufen genügend Halt bietet. Verblüffend. Die Sohle, die optisch natürlich wieder typisch Hokamäßig daher kommt, besteht aus einer Pro2Lite EVA-Zwischensohle mit einer weichen Ferse für mehr Dämpfung. Das stabile Vorfuß-Material sorgt für mehr Vortrieb. Eine perfekte Kombination – it´s time to fly. Immer wieder werde ich auf die Optik des Hokas angesprochen, das gefällt mir. Denn auch dieser Schuh fällt aus der Reihe und hebt sich vom Einheits-Outfit ab. Auch scheint auffällig zu sein, daß ich ihn auch nach dem Vivawest-Lauf häufig laufe, zumindest bin ich dies schon auf den sozialen Netzwerken gefragt worden. Und die Antwort lautet ja, weil wir mittlerweile ein eingespieltes Team sind.

Seit Beginn der Testphase bin ich gut 100km mit dem Clayton gelaufen, somit ruhen meine positiven Erfahrungen auf einem fundierten Testzeitraum. Und es werden etliche weitere Kilometer hinzuzukommen. Aus der Startformation wird er schwer zu verdrängen sein.

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2 Kommentare

  • gibt es den Schuh in verschiedenen Weiten? Für einen schmalen Fuß scheint das abgebildete Modell nicht die 1. Wahl zu sein. Für mich kommen von der Passform daher nicht alle Hersteller/Modelle in Frage. Die Passform ist, wenn nicht das erste, Ausscheidungskriterium. Alle nachfolgenden Eigenschaften können noch so gut sein…

    • Hallo, ja das kann ich verstehen. Ich habe eher den gegenteiligen Fuß, ich brauche Platz und Breite. Daher kommt mir der Schuh sehr entgegen. Das ist natürlich immer sehr individuell zu betrachten. Ich glaube (d.h. aber nicht wissen) das es den Schuh nicht in verschiedenen Breiten gibt. Ggf. bei Hoka nachfragen.
      VG
      Thomas

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