Testbericht Hoka One One Vanquish 2

Hoka One One Vanquish 2  “Willkommen in der Wohlfühlklasse”

Es ist noch gar nicht lange her, da schlich ich skeptisch um die auffälligen Laufschuhe der Marke Hoka One One herum, mich selber fragend, ob mir diese Schuhe rein optisch gefallen würden. Denn natürlich stechen sie durch die unverkennbar dicke Sohle, die sich quer  durch die nahezu gesamte Modellpalette hindurch zieht, hervor. Aber ich war von Beginn an neugierig. Nun konnte diese Neugier gestillt werden. Gerade der Aspekt der Optik ist für mich heute ein dicker Pluspunkt, schätze ich es doch sehr die Philosophie eines Herstellers schon beim Betrachten des Produktes deutlich zu erkennen.IMG_20160212_162108

Wiedererkennungsfaktor: Sehr hoch.

Die inneren Werte

Zunächst einmal sehr auffällig ist die geringe Sprengung, also die Höhendifferenz zwischen Vorfuß und Ferse. Diese beträgt beim Hoka One One Vanquish 2 gerade einmal 5mm, das ist ein recht geringer Wert. Die Dicke der Sohle liegt am Vorfuß bei 27mm und an der Verse bei 32mm. Das sind dann die typischen Daten eines Hoka-Laufschuhs der ihm auch diese charakteristische Note und sein unverwechselbares Äusseres verleiht.

Ebenfalls sehr auffällig ist das Obermaterial, welches in einem Guss daherkommt. Keine Nähte, Kanten oder sonstige Störfaktoren. Dies betrifft auch den Innenraum, insbesondere die Zehenbox. Meine Version wurde geliefert in grau mit orangenen Applikationen, welche an Flammen erinnern und somit eine extra Note Design mit sich bringen. Etwas gewöhnungsbedürftig ist das Obermaterial aber dann doch. Das bei den meisten anderen Laufschuhen typische durchgängige Mesh wird hier durch eine gummiartige Wabenkonstruktion überlagert. Hier geht ein wenig Geschmeidigkeit der Oberfläche verloren, stört aber ansonsten nicht weiter. Eventuell hilft es vielleicht das Obermaterial vor Beschädigungen zu schützen.IMG_20160212_162056

Wie steht es nun um das Laufgefühl in den Plateau-Schuhen der Laufindustrie ?

Natürlich wurde ich nicht enttäuscht. Wenn man in solchen Schuhen läuft, erwartet man einen Komfort-Schuh der Marke Wohlfühlklasse. Würde ich hier jeden Stein unter dem Fuß bemerken, würde ich die Welt nicht mehr verstehen. So war es dann auch nicht. Man muss sich das Laufgefühl wie in einer Limousine der Oberklasse vorstellen. Gekonnt schluckt der Vanquish 2 jegliche Unebenheiten, wie es das High-End Fahrwerk einer Nobelkarosse tut. Man fühlt sich gleich wohl, genug Platz im Schuh, ein angenehmes Laufgefühl.

Auf meinem vorletzten Testlauf über gut 20 Kilometer konnte ich den Schuh auch bei Tempowechseln testen. Zwei Drittel bin ich eher gemäßigt unterwegs gewesen, das letzte Drittel zügig. Hier hatte ich den direkten Vergleich. Subjektiv würde ich diesen Schuh bei langen Einheiten vorziehen, bei schnelleren Einheiten würde ich zu einem direkteren Schuh greifen.

 

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6 Kommentare

  • Hallo,

    wie ist das denn mit Unebenheiten im Untergrund, merkt man die noch rechtzeitig und kann darauf reagieren?

    (Wieso rutscht die Seite dauernd nach oben und unten?)

    • Man merkt Unebenheiten schon recht gut, aber spitze Steine u.ä. werden von der Sohle sehr gut “weggeschluckt”. Trotzdem hat man wie gesagt guten Kontakt zum Boden und kann auf alle Situationen reagieren. Aber ein Trailschuh wollte der Vanquish ja auch nicht werden. Das mit der Seite passiert wegen der durchlaufenden Diashow auf der Startseite (die Beitragsübersicht ist jeweils unterschiedlich lang), wenn Du das meinst.

  • Annette Steinke

    Hallo, mich würde die Größe interessieren? Wie ist das Fuß-Schuh-Größenverhältnis?
    Ich habe Fußgröße 37, trage normalerweise 38,5 bei Laufschuhen?

    Danke
    Grüße
    Annette

    • Hallo Annette, ich trage normalerweise bei Laufschuhen immer eine Nummer größer als bei Strassenschuhen. Die Hoka Vanquish2 wurden mir (vermutlich aus Versehen) eine Nummer zu groß geschickt, also 2 Nummern größer als bei meinen Strassenschuhen. Das klappt aber trotzdem prima. Da es meine ersten Hoka Schuhe sind, habe ich aber keine verlässlichen Erfahrungswerte. LG Thomas

  • Andreas Pohl

    Hallo, interessiere mich auch für den Hoka Vanquish 2.
    Laufe normal meine Halb-/ Marathonstrecken mit dem Brooks Ghost 7. Zum Ausgleich besitzte ich den Hoka rapa nui 2 WP, mit dem bin ich sehr zufrieden, besonders in der kalten Jahreszeit. Mit Asics Gel Kayano und Cumulus kann ich nur im Training bis etwa 20 km laufen, danach tun mir die die Fußballen weh, das gleicg gilt für den Brooks Transend 2.
    Hat jemand Vergleichswerte?
    Gruß Andreas

    • Hallo Andreas, jetzt habe ich auch noch ab heute den neuen Hoka Clayton im Test, mit dem ich gerade eben die ersten 13km gelaufen bin. Der gefällt mir auf Anhieb auch sehr gut, scheint aber auch eher was für kürzere bis mittlere Distanzen zu sein. Sehr leicht, sehr flach, dabei gut gedämpft. Auch sehr interessant. Ich könnte mir vorstellen das Deine Probleme mit den Fußballen evtl. mit dem Vanquish 2 nicht so ins Gewicht fallen, garantieren kann ich es Dir natürlich nicht 😉 LG Thomas

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